17. Generalversammlung von Palliativ Zug
In ihrem Jahresbericht ging die Präsidentin von Palliativ Zug Carina Brüngger auf die verschiedenen Aspekte von Palliativ Zug ein. Auch 2024 lag der Schwerpunkt auf dem Projekt Palliativ – Konzept. Es wurde Ende des ersten Quartals 2023 lanciert und aufgegleist. In Anbetracht, dass die politische Beratung dieses wichtigen Konzeptes erst noch ansteht, konnte sie nicht auf Details eingehen, zeigte sich jedoch zufrieden mit dem Stand der Dinge und lobt die gute Zusammenarbeit mit den Beteiligten. In der Fragerunde am Schluss der GV drehten sich trotzdem viele Fragen um dieses Konzept. Hierbei zeigte Carina Brüngger, dass sie sorgsam mit den verschiedenen Hüten, die sie trägt, umgehen kann. Sie ist auch Kantonsrätin und Geschäftsführerin der Spitex Kanton Zug, welche eng mit Palliativ Zug zusammenarbeitet.

Erwähnt sei auch die Fortbildung für die breite Bevölkerung mit den sehr erfolgreichen «Letzte-Hilfe-Kursen». Alle Projekte von Palliativ Zug drehen sich schlussendlich darum, dass man den Menschen ein Sterben in Würde ermöglichen kann. Angesichts der demografischen Entwicklung ein sehr aktuelles Thema.
Nach der zügig durchgeführten GV stand die Lesung «Hundert Tage im Frühling» auf dem Programm. Eric Bergkraut las aus seinem Buch über den Abschied von seiner Frau Ruth Schweikert. Das literarisch hochstehende Buch ist ein intimer Einblick in die letzten 100 Tage der bekannten Schweizer Autorin, welche beim Ingeborg-Bachmann-Preis 1994 mit der Erzählung «Fünfzig Franken» das Bertelsmann-Stipendium gewann. Im selben Jahr erschien der Erzählband «Erdnüsse. Totschlagen», der breit rezipiert und von der Kritik sehr gelobt wurde. Die zahlreich Anwesenden waren von der Lesung beeindruckt und es kann festgestellt werden, dass diese Lesung wohl mehr als alles andere den Sinn von palliativer Tätigkeit aufzeigte.
Für den Verein Palliativ Zug: Michel Ebinger
Bericht der Zuger Zeitung
